Gladbeck im Mittelalter

Gladbeck im Mittelalter — Ein Blick in den Raum Gladbeck im Mittelalter

Wussten Sie, dass Gladbeck bereits gegen Ende des 9./Anfang des 10. Jahrhunderts erstmals schriftlich erwähnt wurde? Als »gladbeki« taucht es in einem Güterverzeichnis des Klosters Weden auf. Namengebend war ein Bach, der sich an der bereits im 9. Jahrhundert gegründeten St.-Lamberti-Kirche entlangschlängelte: die Gladebecke.

Die Kirche wurde für die Entwicklung des dünn besiedelten Raumes wichtig. Die St.-Lamberti-Kirche wurde zur integrierenden Klammer für das »Kirchspiel Gladbeck«. Unweit von ihr bildeten sich erste Ansätze eines Siedlungskerns, während die umliegenden Bauernschaften weiterhin aus verstreut liegenden Höfen und Kotten bestanden.

Das uns meist bekannte Mittelalter der Kaiser und Päpste, der Fürsten und Ritter gab es in Gladbeck nicht. Lediglich ein Streit um die Landesherrschaft zwischen dem Erzbischof von Köln und dem Grafen von Kleve verwickelte auch Gladbeck in einem machtpolitischen Konflikt, der das ganze 14. Jahrhundert dauerte. Er endete für Gladbeck aber positiv, denn der Erzbischof von Köln bestätigte seinen Untertanen das Recht, zum Namenstag des Heiligen Lambertus einen Viehmarkt abzuhalten.

Wenn Sie wissen wollen, welches Territorium von den sich befehdenden Parteien beansprucht wurde, sollten Sie die Schiebegrafik bewegen!

weiter zum Raum Soziale Verhältnisse in der Feudalzeit
>>>