Städtische und soziale Entwicklung (Weimarer Zeit)

Die Bergbaukrise am Ende der 1920er Jahre — Ein Blick in den Raum Städtische und soziale Entwicklung (Weimarer Zeit)

Gladbeck erhielt 1919 die Stadtrechte. Damit wurde einer Entwicklung Rechnung getragen, die nur mit »amerikanischen Verhältnissen« verglichen werden kann. Wie explosionsartig Gladbeck wuchs, können Sie einer Dia-Serie zur Entwicklung der Wohnbebauung in Gladbeck von 1885 bis 1920 und einer großflächigen Collage zur Bautätigkeit in den ersten drei Jahrzehnten unseres Jahrhunderts entnehmen.

Aber auch andere, bedrohliche Einschnitte brachten die neuen Industrien. Durch enorme Umweltverschmutzungen wurden die natürlichen Gegebenheiten des Gladbecker Raumes teilweise zerstört. So entsprach der Salzgehalt des Wittringer Mühlenteiches 1883 in etwa dem des Atlantischen Ozeans, hervorgerufen durch Einleitung von Grubenwässern. Diese erstaunlichen Werte können Sie im Gladbecker Museum nachlesen. Daneben werden andere Umweltprobleme anschaulich gemacht, die durch die Industrialisierungsphase uns teilweise bis auf den heutigen Tag beschäftigen.

Auch in wirtschaftlicher Hinsicht waren die 1920er Jahre alles andere als rosig. Zwar wuchs die Stadt enorm, aber den Bergarbeiterfamilien blieb die Zukunft ungewiss. Mit der großen Weltwirtschaftskrise steigerte sich die soziale Not in Gladbeck zu seither nicht gekanntem Ausmaß. Was glauben Sie, wieviel von 13.000 Bergleuten 1932 noch Arbeit hatten?

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